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Risiko für Schlafapnoe-Syndrom


Auf der Seite statt auf dem Rücken zu schlafen ist eine Möglichkeit, um Schnarchen zu vermeiden.

Schnarchen ist zwar an sich noch keine Krankheit – jedoch kann das knatternde Geräusch auf ein gesundheitsgefährdendes Schlafapnoe-Syndrom hinweisen. Wie Sie die Gefahr reduzieren. Ständiges, lautes Schnarchen des Bettpartners kann schnell zur Belastungsprobe für eine Beziehung werden. Was vielen jedoch nicht klar ist: Die unangenehme Geräuschentwicklung kann auf eine ernstzunehmende Erkrankung hindeuten. Annähernd jeder fünfte Mann im mittleren Alter leidet unter einer krankhaften Form des Schnarchens, dem sogenannten obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom (OSAS). Frauen im gleichen Alter sind etwas seltener betroffen. Schlafapnoe kann Lebenserwartung um zehn Jahre verringern „Mit einer obstruktiven Schlafapnoe ist nicht zu spaßen. Anfangs fühlt sich meist nur der Partner durch die lauten Geräusche gestört. Es gibt allerdings eine Vielzahl bedenklicher Langzeitwirkungen, denen sich der Schnarchende bewusst sein sollte“, erklärt Dr. Utta Petzold, Expertin bei der Barmer Ersatzkasse. Dazu gehören ein dreifach erhöhtes Herzinfarkt- sowie ein vierfach erhöhtes Schlaganfall-Risiko. Unbehandelt verkürzt sich die Lebenserwartung bei OSAS-Patienten laut Barmer um etwa zehn Jahre. Übergewicht, Rauchen und Alkohol erhöhen Schlafapnoe-Risiko Die gute Nachricht: Schnarchen und die Ausbildung eines OSAS lassen sich in vielen Fällen vermeiden. „Häufig hilft es bereits, wenn der Betroffene etwas abnimmt, seinen Nikotinkonsum reduziert und abends auf Alkohol verzichtet“, weiß Petzold. „Er sollte außerdem probieren, auf der Seite statt auf dem Rücken zu schlafen. Auch ein regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus ist wichtig. Schlafmittel sollten jedoch vermieden werden.“ Schlafapnoe lässt sich mit Atemmaske therapieren Therapiert wird ein OSAS häufig mit einer speziellen Atemmaske, die beim Schlafen getragen wird. Auch eine Schiene für den Unterkiefer, die ein Zurücksinken des Unterkiefers im Schlaf verhindert und dadurch die Luftwege offenhält, kann helfen. „Ein chirurgischer Eingriff wie eine Nasenoperation sollte gut überlegt sein“, meint die Medizinerin. Quelle: Barmer

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